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Aktuelles

"Theater im Tunnel"

Jürg Wisbach spielt JUDAS

Freitag, 29.3.2019, 19.30 Uhr, Evangelische Kirche Unkel
Samstag, 30.3.2019, 19.30 Uhr, St. Martin Kirche Linz
Sonntag, 31.3.2019, 15.30 Uhr, Theater im Tunnel in Erpel

An vielen großen Bühnen - u. a. Deutsches Theater Berlin, Münchner Kammerspiele, Schlosstheater Moers - wird JUDAS inszeniert. ad Erpelle ist es gelungen, Jürg Wisbach als Judas in der Textfassung von Lot Vekemans für 3 Vorstellungen zu gewinnen - je eine Vorstellung in der evangelischen Kirche in Unkel, in der katholischen Kirche Sankt Martin in Linz und eine Vorstellung im Theater im Tunnel in Erpel.

Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum. Der Text ist Augenzeugenbericht, Verteidigungsrede, Image-Kampagne und Eingeständnis von demjenigen, der "schwärzer wurde als schwarz", weil alle anderen die Schuld am Tode des Messias auf ihm abladen konnten. Und so ging des einen Weg gen Himmel, während der andere zur Hölle fuhr ...

Er ist aus der Hölle emporgestiegen, um seine Geschichte zu erzählen. Nicht bloss um seinen Namen reinzuwaschen, denn der steht ohnehin unauslöschbar für Verrat. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder eher der Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Was trieb ihn, Judas Iskarioth, an? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten und falsches Zeugnis abgelegt hätte? Hätte es einfach jemand anderes getan?

Jürg Wisbach, geboren 1964, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin. Es folgten Engagements in Würzburg, Oldenburg, Hamburg, Hannover, Salzburg, Nürnberg und Erfurt. Von 1991 bis 1993 spielte er als freischaffender Schauspieler bei den Salzburger Festspielen, so unter anderem in Peter Steins Inszenierung von "Antonius und Cleopatra". Von 2001 bis 2009 war er Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar. Anschließend war er bis 2010 am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert, hier unter anderem zu sehen in "Romeo und Julia", "Das große Fressen" und "Emilia Galotti". Wisbach ist Mitbegründer und Vorsitzender des Neuen Schauspiels Erfurt und wirkt in diversen Film- und Fernsehproduktionen mit.

Eintritt 12 €, Schüler/innen, Studierende, Azubis 6 €
Eintrittskarten an der Abendkasse
Reservierungen unter Tel. Nr. 02644 4643





"Kunst im Tunnel"

Zeitzeugen erinnern sich
Die Kunstausstellung "Zeitzeugen" öffnet uns einen ungewohnten Blick auf die Geschichte des Tunnels der Ludendorff-Brücke.
Mit Erlebnisberichten der Zivilbevölkerung, die im Tunnel Schutz und Sicherheit suchten, haben Thomas R. Jahn und Hanne Kubach eine Ausstellung geschaffen, die alle Besucherinnen und Besucher beeindrucken wird.







"Theater im Tunnel"

Die Brücke – Geschichte am Originalschauplatz erleben     Fotos

Wiederaufnahme für 2020 vorgesehen

Am 7. März 1945 erreichen die amerikanischen Truppen auf ihrem Vormarsch von Meckenheim kommend die Rheinhöhen bei Remagen. Sie finden die Ludendorffbrücke, eine zweigleisige Eisenbahnbrücke, die Remagen mit dem rechtsrheinischen Ort Erpel verbindet, unzerstört vor. Der Sprengversuch durch die deutsche Wehrmacht war gescheitert. Obwohl ursprünglich vorgesehen war, starke alliierte Truppenverbände auf der linken Rheinseite zu konzentrieren und dann in breiter Front den Rhein zu überschreiten, entschließen sich die amerikanischen Soldaten, noch an diesem Nachmittag den Fluss zu überqueren. Sie beschießen den sich an die Rheinbrücke anschließenden Tunnel unter der Erpeler Ley, in dem sich noch zahlreiche deutsche Soldaten und etwa 150 Zivilisten befinden, die hier Schutz vor den Bombenangriffen gesucht hatten. Dramatische Szenen spielen sich ab, bis einige mutige Frauen und der Eisenbahner Willi Feldens mit weißen Tüchern winkend aus dem Tunnel laufen. Der Eisenbahner bricht von einer Kugel getroffen zusammen, er stirbt in der folgenden Nacht im Tunnel. Die Amerikaner entwaffnen die deutschen Soldaten und führen sie über die Brücke in die Kriegsgefangenschaft, während die Erpeler Bürgerinnen und Bürger den Tunnel verlassen und in ihre schwer zerstörten Häuser zurückkehren.

Die vier Offiziere des Brückenkommandos verurteilt ein Standgericht wegen Sabotage zum Tode, obwohl ihnen keine Schuld an der misslungenen Sprengung zugeschrieben werden kann. Drei von ihnen werden in dem kleinen Westerwaldort Rimbach erschossen. Der vierte, Hauptmann Bratke, überlebt, da er in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten war.

Namhafte Historiker schreiben den Ereignissen an der Ludendorffbrücke eine große Bedeutung für ein schnelleres Ende des 2. Weltkrieges zu. So wurden durch die Entscheidung der amerikanischen Soldaten, am 7. März 1945 den Rhein von Remagen nach Erpel zu überqueren, sicher Tausende von Menschen vor dem Tod durch weitere Bombenangriffe auf deutsche Städte und Dörfer bewahrt.

Die Ereignisse um die »Brücke von Remagen«, wie die Ludendorffbrücke von den Amerikanern genannt wurde, haben den Autor Rolf Palm zu einem historischen Roman inspiriert, der die Grundlage des vom Intendanten der Landesbühne Rheinland-Pfalz, Walter Ullrich, inszenierten Theaterstücks »Die Brücke« ist.

2006 wurde es erstmals im Tunnel unter der Erpeler Ley aufgeführt, und so die historischen Ereignisse am Originalschauplatz in der Kunstform des Theaters wieder in Erinnerung gebracht. Hiermit sollte ein Beitrag geleistet werden, deutsche Geschichte lebendig zu halten und die Schrecken von Krieg und Zerstörung nicht zu vergessen, um so Impulse für eine friedliche Zukunft zu setzen.

Ermöglicht wurden die Aufführungen durch den 2005 gegründeten »ad Erpelle« Kunst- und Kulturkreis Erpel e.V., der es sich u.a. zur Aufgabe gemacht hat, den Tunnel und die Brückentürme der Ludendorffbrücke einer kulturellen Nutzung zugänglich zu machen. Hierfür wurde der Verein im Jahr 2006 mit dem Ehrenamtspreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.


Die Eintrittskarte für das Theaterstück »Die Brücke« berechtigt während des ganzen Jahres zum ermäßigten Eintrittspreis von 1 Euro in das Friedensmuseum, das auf der gegenüberliegenden Rheinseite in den Brückentürmen in Remagen eingerichtet ist und in beeindruckender Weise die Ereignisse der letzten Kriegstage dokumentiert.

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